Große Ideen

Von Michel Neumann / Wazoku, übersetzt von Anna Caterina Krupp / ISS Software GmbH

In unserem vorherigen Beitrag haben wir den Wert kleiner Ideen hervorgehoben: Sie tragen zur kontinuierlichen Verbesserung bei und ihre Kollision, Expansion und Reifung bilden letztlich große Ideen. Aber was bedeutet eine „große Idee“ eigentlich und wie erreicht sie das Stadium einer „großen Idee“? Große Ideen sind diejenigen, die disruptive Innovationen und echte Veränderungen auslösen. Sie sind sozial, wirtschaftlich, technologisch oder ökologisch vorteilhaft und bieten echte Problemlösungen. Wir wissen, dass die meisten großen Ideen das Ergebnis kleiner Ideen sind, die sich verbunden haben und zu größeren Ideen herangewachsen sind.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf das Konzept der großen Ideen werfen. Die verschiedenen strategischen Ziele, die Sie mit Ihrem Ideenmanagementprogramm erreichen wollen, sind unterschiedlich. Wenn Sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, dann müssen Sie wahrscheinlich eher große als kleine Ideen generieren, erfassen, überprüfen und umsetzen. Die meisten Unternehmen haben jedoch das gleiche Endziel: Sie wollen schneller innovativ sein. Sie wollen die besten großen Ideen aufdecken und schnell umsetzen. Die Generierung und Umsetzung großer Ideen sichert nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsvorteile in einem immer härter werdenden Innovationswettlauf.

Überraschenderweise wurden im Laufe des letzten Jahrhunderts viele großartige Ideen abgelehnt, als sie zum ersten Mal vorgestellt wurden: Nehmen wir Xerox, der die PC-Schnittstelle erfunden hat, aber dann ihr Potenzial nicht erkannt hat, oder Kodak, der die Digitalkamera zwar erfunden hat, aber wieder nicht an ihr wahres Potenzial glaubte! In beiden Fällen lassen diese Unternehmen andere ein Produkt entwickeln, das sie ursprünglich erfunden hatten. Wenn diese Ideen präsentiert wurden, wurden sie möglicherweise nicht ausreichend überprüft und entwickelt, oder ihr Publikum war nicht richtig in eine echte Innovationskultur eingetaucht und war nicht auf einen solchen disruptiven Wandel vorbereitet. Oder die Ideen sind vielleicht nicht lange genug ausgebrütet. David Burkus sagt, dass eine Idee zwei Haupteigenschaften erfüllen muss, um „großartig“ zu sein: Sie muss neu und nützlich sein – und oft ist es schwierig, beides in Einklang zu bringen.

Denken Sie daran, mutig in Bezug auf die Ideen zu sein, die Sie generieren. Es ist wichtig, Ideen zur Verbesserung kontinuierlich zu erweitern und zu entwickeln. Bauen Sie auf Ihre Ideen, lassen Sie sie überprüfen und lassen Sie Entscheidungsträger, Kollegen und eine breitere Community mit ihnen interagieren. Und wenn eine große Idee dann endlich umgesetzt wird, bedeutet das nicht, dass man aufhört, sie zu verbessern und zu erweitern.